Geschichte
1927
Gründung: Quelle
Gründung des Versandhauses Quelle in Fürth durch den Kaufmann Gustav Schickedanz, mit einem kleinen Sortiment von Stoffen, Wolle und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Ein Jahr später erscheint der erste Quelle-Katalog.
1930
Wachstum mit Schattenseiten
Mit über zwei Millionen Stammkunden und über 40 Millionen Mark Umsatz ist das Unternehmen erfolgreiches Versandhaus- und Händler. Schickedanz tritt der NSDAP bei, bekommt den Auftrag zur Arisierung und übernimmt die Rechte an verschiedenen jüdischen Unternehmen wie der Brauerei Geismann und den Vereinigten Papierwerken.
1939
Zweiter Weltkrieg
Das Wachstum kommt ins Stocken, es herrscht Warenmangel und ein Bombenangriff zerstört das Lager. Der Versandhandel wird schließlich eingestellt. Maschinen, Waren, Akten und Kundendaten werden beschlagnahmt oder zerstört. Schickedanz bekommt von den Alliierten ein Berufsverbot und wird zu Zwangsarbeit verurteilt.
1946
Das erste Quelle-Versandgeschäft
Nach dem Krieg baut Grete Schickedanz das Versandgeschäft neu auf und Quelle profitiert vom Wachstum im Rahmen des Wirtschaftswunders. Das erste Quelle-Versandgeschäft eröffnet.
1948
Schickedanz aus Haft entlassen
Schickedanz wird aus der Haft entlassen und ein Jahr später formal rehabilitiert.
1953 – 1969
Das Quelle-Areal
Das Quelle-Areal und Versandzentrum an der Fürther Straße in Nürnberg entsteht bis 1969 in verschiedenen Gebäuden-Abschnitten.
1970er
Die goldenen 1970er
Quelle ist ein erfolgreiches Versandzentrum mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Mark. 36.000 Mitarbeitende arbeiten in insgesamt 25 Kaufhäusern in ganz Deutschland. Im Jahr 1977 findet nicht nur das 50-jährige Firmenjubiläum statt, sondern auch das neu gebaute Quelle-Warenhaus wird wiedereröffnet. Gustav Schickedanz stirbt und Grete Schickedanz übernimmt die Geschäfte.
2009
Insolvenz
Quelle meldet Insolvenz an, das Areal schließt und ist nun nach dem Tempelhofer Feld in Berlin die größte leerstehende Gewerbeimmobilie Deutschlands. Die Quelle AG Österreich meldet Insolvenz an und die Otto Group kauft das Namensrecht.
bis 2015
Zwischennutzung
Es gibt eine kleinteilige Zwischennutzung des Areals für den Kunstverein Quellkollektiv Nürnberg mit Musikern, Fotografen und anderen Kreativen.
ab 2018
Die Gerchgroup
Die Gerchgroup kauft das Areal, ab 2021 beginnen die Bauarbeiten für The Q, die schon im Jahr 2023 gestoppt werden, da die Gerchgroup Insolvenz anmeldet.
2023
bvk und accumulata
Die Wiederaufnahme der Baustelle durch BVK als Investor und Accumulata als Projektentwickler findet statt. Das Redevelopment wird voraussichtlich im Jahr 2026 erfolgreich fertiggestellt.